Hypnose

Hypnose bietet die Möglichkeit fern der Kognition unter zuhilfenahme des Phänomens „Trance“ einen direkten Zugang zu den tieferen Schichten des menschlichen Bewusstseins zu erlangen.

Das es Sinn macht, ein solches Vorgehen in einem therapeutischen Kontext zu bevorzugen, ist der Beobachtung geschuldet, dass eine gute therapeutische Arbeit zwar zu Einsichten aber oft nicht zu dem von Klienten gewünschten veränderten Verhalten  führt. Viele Therapien scheitern, weil sich etwas wesentliches im Inneren nicht verändern konnte.Thomas Siefer Acryl auf Holz 2014 Foto Julia Schümann/ Bergisch Gladbach

Hier bietet die Hypnose die Möglichkeit in tiefer Trance (hypnos, altgr., der Schlaf) unter zu Hilfenahme best. Techniken (z.B. Hypnotalk, Zauberwiesen-Strategie nach Renartz oder unter Einatz des „den Inneren Therapeuten“) Strategien für einen Umschwung im Inneren zu entwickeln. Dies geschieht auf autopoietische1, selbstorganisatorische Weise.

Film über Hypnotherapie

Einer der einflussreichsten Hypnosetherapeuten des 19. Jahrhunderts, Milton Erikson, stellte seine Arbeit unter das Motto „trust your unconscious mind“. Das Unbewußte des Klienten besitzt mehr Weisheit als das bewusste Denken. Im kreativen Umgang mit dem Unbewußten gestaltet der Hypnosetherapeut den Ablauf nach dem Credo: „Weder Therapeut noch Klient wissen die Lösung. Diese liegt im Unbewußten“2

Ein weiterer Ansatz in der Hypnose bietet die Möglichkeit der effektiven Musterunterbrechung und das in relativ kurzer Zeit, so dass man die Hypnose auch als Kurzzeittherapie bezeichnen kann. Die Hypnose wird hier wie eine „Umkonditionierung“ eingesetzt:
Belastende Gefühle wie Trauer, Eifersucht, Hass, Ängste, Minderwertigkeit, … werden im „Tiefschlaf zu guten Formeln umgewandelt und in Form von positiven Suggestionen während der Sitzung verankert. Diese Suggestionen wirken über die Sitzung hinaus (Posthypnotische Suggestion), so dass als neuropsychologisches Phänomen „messbare Veränderungen der Informationsverarbeitung im Gehirn auftreten3.

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Deshalb wird die Hypnose begleitend bei der Raucherentwöhnung eingesetzt. Die Wirkungsweise erfogt über den autopoietischen Ansatz2 aber auch über den der Umkonditionierung.  Die Anzahl der Sitzungen sind höchst unterschiedlich. Freud wird nachgesagt, dass er Gustav Mahler während eines Spazierganges (Trance) von seiner Impotenz heilte.

Zum Abschluss ein Zitat meines Lehrers Dr. Klaus Mika: Selbstorganisatorische Hypnose-Kurztherapie will als Selbstheilungsprinzip Homöostase4 zur finalen Ausheilung. Wenn das Unbewußte geheilt hat, scheint keine seelische „Narbe“ zurück zu bleiben5.